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Engagieren wir uns für Lösungen!

Kommentar zum IPCC Report

Heute erschien der Sonderbericht des Weltklimarats IPCC zur 1,5-Grad-Grenze. In Bezug auf den Klimawandel ist es eines der wichtigsten wissenschaftlichen Dokumente des Jahres. Der Bericht ist zum einen ernüchternd, macht aber auch Hoffnung.

Emissionen müssen schneller sinken

Gemäss den vorliegenden Angaben hat sich die Erde seit der Industrialisierung bereits um ein Grad Celsius erwärmt. Machen wir weiter wie bis anhin, wäre im Jahr 2040 das im Pariser Klimavertrag angestrebte Temperaturlimit von 1,5 Grad Celsius überschritten. Die Folgen davon wären weitere Extremwetterereignisse wie tropische Stürme, Starkregen und Dürren.

Diese Ausgangslage beunruhigt. Doch was am Sonderbericht auch auffällt: Er sieht Chancen, die Erderwärmung bei 1,5 Grad noch zu stoppen. In den verschiedenen durchgerechneten Szenarien ist mehr Optimismus erkennbar als in anderen Jahre.

Unser Fazit: Wir brauchen mehr Klimaschutz! Arbeiten wir daran.

Eva Baier, Geschäftsführerin von fischwanderung.ch ist deshalb unserem Verein Mitglied beigetreten. Denn «die steigenden Temperaturen haben entscheidende Auswirkungen auf die Schweizer Gewässersysteme und ihre Bewohner. Mit dem Ausstieg aus fossilen Energieträgern sehe ich eine Möglichkeit, die Auswirkungen des Klimawandels auf Abflussverhältnisse und Wassertemperaturen zu minimieren.»

Wandel vorantreiben

Für den Verein Klimaschutz Schweiz heisst das konkret, dass wir vor allem einen Wandel hinsichtlich politischer Rahmenbedingungen vorantreiben möchten. Vorstandsmitglied Marcel Hänggi betont: «Wir wollen einen politischen Wandel. Aber sowohl technischer wie sozial-politischer Wandel vollzieht sich immer wieder in Brüchen. Diese Möglichkeit wird im IPCC-Bericht wenig berücksichtigt.»

Arbeiten wir auf einen «Bruch» hin - auf einen Bruch mit der bestehenden Klimapolitik, die kaum vorwärts macht. Nutzen wir den Weckruf dieses Sonderberichts, um Menschen in der Schweiz für das gemeinsame Anliegen zusammenzubringen. Denn Viele möchten sich engagieren, so auch Florian Senn, Bassist der Lovebugs und Basler Fährmann: «Die Basler Fähren zeigen, dass es mit Erfindergeist auch ‹mit null› gut voran geht. Schneller ist nicht immer besser. Beim Klimaschutz läuft uns hingegen die Zeit davon. Wir müssen das Pariser Abkommen so rasch wie möglich umsetzen.»

Politische Rahmenbedingungen schaffen

Die Schweiz hat das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet. Doch bis heute ist die schweizerische Klimapolitik weit davon entfernt, Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Ziele des Abkommens zu erreichen. Für Anthony Patt, Professor für Klimaschutz und -anpassung an der ETH Zürich und Mitglied unseres Beirats, sind diese Rahmenbedingungen jedoch dringend nötig: «Wenn wir unsere jetzige Welt für die nächste Generation behalten wollen - eine Welt mit Schnee im Winter und angenehm warmen Tagen im Sommer - ist es einfach unausweichlich, fossile Energie bis 2050 weltweit einzustellen. Das ist kein Armutsurteil, sondern eine Gelegenheit. Erneuerbare Energien sind vorhanden, mittlerweile sicherer, sauberer und günstiger als fossile Energie. Aber sie brauchen eine andere Infrastruktur, und dafür staatliche Koordination bei der Planung. Wir müssen jetzt agieren, um eine solche Umstellung rechtzeitig zu schaffen.»

Die Gletscher-Initiative als Lösungsansatz

Die Gletscher-Initiative stellt einen Lösungsansatz dar. Und die Schweiz würde mit der Idee nicht alleine dastehen. Länder wie z.B. Schweden haben den Ausstieg aus fossilen Energieträgern bereits beschlossen. «Die Gletscher-Initiative zielt darauf ab, die Schweizer CO2-Emissionen so zu reduzieren, dass sie mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen vereinbar sind», betont zudem Martine Rebetez, Professorin für angewandte Klimatologie und Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirates.

 

Unser Mitglied Laurent Jospin sieht in der Initiative auch Chancen für die Wirtschaft: «Der schrittweise Ausstieg aus fossilen Energieträgern aufgrund der Initiative gewährleistet auch die Rentabilität der Investitionen, die für das Erreichen des gleichen Ziels erforderlich sind. Daher ist die Einführung eines echten Klimaschutzes auch für die Wirtschaft vorteilhaft, sowohl über kurze als auch lange Sicht.»

 

Für die Initiative brauchen wir eine mutige, kreative und breite Klimabewegung in der Schweiz, aber auch weltweit! Menschen mit unterschiedlichstem Hintergrund möchten sich für mehr Klimapolitik einsetzen. Tun wir uns alle zusammen!

Das kannst du tun

Um den Klimaschutz in der Schweiz voranzutreiben, benötigen wir viele Unterstützerinnen und Unterstützer. Hilf mit, diese für den Verein Klimaschutz Schweiz zu finden:

  • Werbe neue Mitglieder an. Sie können sich über das Formular auf der Webseite eintragen: https://www.klimaschutz-schweiz.ch/#9
  • Überzeuge Spenderinnen und Spender, die den Verein finanziell unterstützen möchten.

Sei am Marche pour le climat am Samstag 13. Oktober mit dabei! Triff dort unsere Co-Präsidentin Myriam Roth, die an der Kundgebung auch noch ein paar Worte zum Verein und der Initiative sagen darf. Weitere Informationen:

  • Registriere dich bei der Klima-Allianz für die Mobilisierung. So kannst du auch bei allfälligen regionalen Vorbereitungen dabei sein.
  • Trage an der Kundgebung etwas Blaues vorne an deiner Jacke. So erkennen wir unsere Mitglieder und ihr euch untereinander.
  • Der Startpunkt der Kundgebung befindet sich im Square de Chantepoulet. Wir versuchen uns dort beim Borréal Kaffee (in der Mitte des Platzes) zu versammeln. Und zwar an der Ecke des Häuschens, die man als erstes von dern Rue du Mont-Blanc erreicht. (siehe Google Maps)

Foto: Lars Gübeli

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